Theorie und Praxis von Supervision in pädagogischen Arbeitsfeldern
Der Deutschlehrer- und Germanisten-Verband Minsk hat 2007 – 2008 in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) und dem Institut für Deutschlandstudien in Minsk eine Einführung in theoretische Grundlagen der Supervision sowie in Supervisions-Methoden und –Techniken angeboten.
Supervision wird dabei verstanden als Konzept der Selbst-Begleitung oder der wechselseitigen Begleitung von Kollegen im Berufsalltag.
In pädagogischen Arbeitsfeldern geht es nicht allein um die Vermittlung von Sachwissen, sondern es entsteht immer auch eine Beziehungsdynamik zwischen Lernenden und Lehrenden. In der Weiterbildung sollen Kenntnisse vermittelt oder vertieft werden, mit deren Hilfe die offenen und verdeckten Prozesse in Lern-/Lehrprozessen differenzierter beurteilt werden können. Ziel ist eine Kompetenzerweiterung bezüglich der Reflexion über die eigene berufliche Tätigkeit.
Supervision in diesem Sinne kann nur freiwillig geschehen – sie hat nichts zu tun mit Kontrolle, Überprüfung oder Bewertung. Im Gegenteil: Eine verbesserte Einsicht in das Unterrichtsgeschehen sowie der Austausch unter KollegInnen können und sollen der Entlastung von beruflichen Überlastungen dienen. Supervisions-Kompetenz kann in vielfältiger Weise helfen, Ursachen von Irritationen oder Konflikten in der alltäglichen beruflichen Praxis zu durchschauen und „verknotete“ Wechselwirkungen im Wahrnehmen, Denken und Handeln aufzulösen zugunsten entspannteren Arbeitens.