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...und alle Erwartungen übertroffen! Wer glaubte, in den Sommerferien wäre für Studenten in Minsk nichts los, der irrte. Fast 50 Teilnehmer konnten sich eines Besseren belehren lassen. Das Center for International Studies führte gemeinsam mit dem Internet-Portal „Neues Europa“ eine dreitägige Sommerschule zum Thema „Dialog europäischer Kulturen“ durch, die thematisch die Europe Days im Mai dieses Jahres in Minsk fortsetzte. Diesmal ging es jedoch nicht um die EU-Politik, wie die Ratifizierung des europäischen Verfassungsvertrags, aber auch um sehr strittige Themen, wie die europäische Identität und - in Form eines Rollenspiels - um die interkulturelle Kommunikation in Europa am Beispiel der „CfIS-Länder“, Deutschland, Frankreich, Schweden, Holland, Österreich und Belarus. Die von belarussischen Teilnehmern gebildeten Ländergruppen diskutierten anhand von uns ausgedachten, fiktiven Situationen einzelne interkulturelle Tabuthemen. So fühlte sich zum Beispiel eine deutsche Austauschstudentin in Belarus von einem jungen Belarussen beleidigt, der sie mit dem Hitlergruss „bedachte“. Die belarussische Freundin eines Holländers war entsetzt von der Beerdigung dessen Onkels in Holland, die so gar nicht in ihr religiöses Weltbild passte. Der „Franzose“ verstand seine belarussische Partnerin überhaupt nicht, warum farbige Fußballspieler der französischen Nationalmannschaft nicht Franzosen wie er sein sollten. Diese Beispiele zeigten den Teilnehmern, dass es in vielen europäischen Ländern andere Wahrnehmungsmuster, kulturelle Traditionen und Freiheiten gibt, die man tolerieren muss. Die anschließende Diskussion sprengte jeglichen Zeitrahmen! Das Rollenspiel wurde begleitet von verschiedenen theoretischen Vorträgen, die den Teilnehmern den wissenschaftlichen Hintergrund beleuchteten. So referierte Dr. Olga Schparaga vom Internet-Portal „Neues Europa“ zur Idee Europas und anschließend Dr. Astrid Sahm über die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Sprache. Prof. Gorlatov von der Staatlichen Linguistischen Universität Minsk führte am zweiten Tag theoretisch in das Thema „Interkulturelle Kommunikation in Europa“ ein.
Die überwältigende positive Resonanz der Teilnehmer hat uns dazu ermutigt, in Zukunft regelmäßig derartige Sommerschulen in Zusammenarbeit mit anderen belarussischen NGO`s anzubieten.
Wir bedanken uns bei der Deutschen Botschaft Minsk und der Österreichischen Botschaft in Moskau für die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Sommerschule.
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