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Bereits im Sommer 2002 wurde die Idee geboren, Studenten des Aufbaustudienganges „Europäischer Manager“ an der EHU die Möglichkeit zu eröffnen, für einige Tage nach Deutschland zu fahren. Die enge Freundschaft zwischen dem Rektor der EHU, Herrn Prof. Michailow und Herrn Dr. Dirk Tröndle von ITM (International Trade Marketing) führte dazu, unter organisatorischer Leitung des Institutes für Deutschlandstudien (IfD) mit der Programmgestaltung zu beginnen. Nach einem zweiten Anlauf bekam das IfD mit neuer Leitung durch einen Neuantrag im Februar 2003 grünes Licht vom DAAD in Bonn: Die Vorbereitungen konnten beginnen.
Am ersten Tag stellte die Firma ITM (International Trade Marketing) GmbH mit Sitz in Freiburg den belarussischen Studenten ihre Geschäftsaktivitäten vor. Seit 1987 sind spezifische Markteintrittsprobleme und Marketingfragestellungen von Unternehmen im internationalen Geschäft das Arbeitsgebiet der ITM. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen ITM und der Henkel KGaA Düsseldorf bei Wellfarm führte zur Gründung der Henkos Cosmetic GmbH, seit 1997 SHC Beauty Cosmetics GmbH.

Aus einer humanitären Aktion der ITM für Tschernobylgeschädigte heraus entstand Belpharm (1991-1993) als Importorganisation für Medikamente in Belarus. Der nachhaltige Erfolg war die erste westliche Apotheke in der Sowjetunion. Heute ist Belpharm eine der größten privaten Pharma-Handelsfirmen in Belarus. Die Geschäftstätigkeiten von ITM wurde den Studenten als Beispiel für ein erfolgreich agierendes Unternehmen in den GUS-Staaten vorgeführt, das Gewinne selbst in Staaten erwirtschaften kann, die für potenzielle Investoren bisher als zu risikoreich eingestuft wurden.
Am Nachmittag stand die Solar-Fabrik in Freiburg auf dem Programm. Den Besuchern aus Belarus wurde anhand einer Videopräsentation vorgeführt, wie sich aus kleinen Anfängen ein profitables Unternehmen mit derzeit 350 Beschäftigten in dem neuen Bereich der Umwelttechnologie entwickeln konnte.
Das im März 1999 fertig gestellte und europaweit erste Nullemissionsgebäude der Solar-Fabrik ist mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet, deren erzeugter Strom komplett für den Energiehaushalt genutzt wird. Die Solarfabrik produziert aus angelieferten Solarzellen - die meisten Komponenten kommen aus den USA - Komplettmodule mit unterschiedlichen Leistungen zur Verwendung auf Dächern, an Fassaden oder als Fensterbausteine. Auf besonderes Interesse bei den belarussischen Studenten stieß die gesetzliche Regelung in Deutschland, dass jede Kilowattstunde aus erneuerbaren Energiequellen, wie Solarstrom oder Biomasse, zu Vorzugspreisen in das öffentliche Netz eingespeist werden können. Nach einigen Jahren kann sich somit eine Investition in Photovoltaik-Anlagen lohnen.
 Solarstrom und Windkraft im Schwarzwald.
Blick vom Schlossberg am 18.9.2003 auf die wunderschöne Stadt Heidelberg mit der ältesten Universität Deutschlands.
Die Zeppelin Luftschifftechnik GmbH lud am 19.9.2003 die Gruppe zu einer ausgiebigen Besichtigung in ihr Werk und in die Ausstellungsräume ein. Interessant, mit welchen modernen Werkstoffen und Techniken heutzutage die zigarrenförmigen Luftschiffe gebaut werden. Zu jeder vollen Stunde landete und startete direkt vor dem Hangar, der größten freischwebenden Halle in Süddeutschland, ein Luftschiff.
Auch hier wurde den Studenten aus Belarus vor Augen geführt, wie ein neues Produkt technisch umgesetzt und vermarktet werden kann. Bis dato werden die Zeppeline touristisch eingesetzt, eine spätere Nutzung zu kommerziellen Zwecken wird bei entsprechender Auftragslage von den Betreibern anvisiert.
Die 1966 gegründete Universität Konstanz, spaßhaft auch „Klein-Harvard am Bodensee“ genannt, setzt sich mit flachen Hierarchien und kleinen Studentengruppen von dem Massenbetrieb anderer Universitäten ab.
Drei Sektionen, 13 Fachbereiche und ca. 40 an der Universität angebotene Fächer laden ausländische Studierende zum Studium nach Konstanz ein. Bei der Bibliotheksführung durch eine der umfangreichsten Universitätsbibliotheken in Deutschland konnte sich die Gruppe aus Belarus von der Vielfalt und Benutzerfreundlichkeit überzeugen.
Ein Höhepunkt für die belarussischen Studenten in der Glaskuppel des Berliner Reichstages - zum Abschluss einer erfolgreichen Studienreise mit Perspektiven für die Zukunft!
Die Studenten und das Organisationsteam bedanken sich beim Deutschen Akademischen Austausch Dienst für die Förderung und Unterstützung.
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