Das Institut für Deutschlandstudien hat im Rahmen des Zirkels bibliotheca germanica nova des Literarischen Cafés am Samstag, den 5.4.2008 ab 18 Uhr zu einer Lesung mit Dr. Ute Siebert, gewidmet der deutschen Dichterin Greta Schoon, eingeladen.
Greta Schoon, im Brotberuf Erzieherin, konnte sich erst spät in ihrem Leben ganz der Lyrik widmen. Nach Schreibversuchen in hochdeutscher Sprache schuf sie im höheren Alter Gedichte in ihrer Muttersprache: Niederdeutsch-Ostfriesisch. Der traumatisch erlebte Verlust des Vaters, Erfahrungen in der nationalsozialistischen Zeit sowie die atomare Bedrohung prägten ihr Denken und die existenziellen Fragen gingen in ihr Werk ein. Einsamkeit, Verstrickung in Schuld - aber auch ein Wissen um den Sinn menschlichen Lebens sind Themen in Greta Schoons Gedichten. Mit ihrer Lyrik steht sie gleichrangig neben Dichterinnen wie Rose Ausländer, Hilde Domin oder Marie Luise Kaschnitz, mit denen sie die Ehre des Roswitha-Preises teilt.